Inhalt

Sich entscheiden ist gar nicht so einfach. Schließlich könnte man etwas verpassen. Einen Fehler begehen. Vom Weg abkommen – weil man gar nicht weiß, wie der eigentlich aussieht oder aussehen soll. Alles im Unklaren zu lassen ist darum wesentlich bequemer. Zumindest für Mag. Die mit ihren runden dreißig Jahren Entscheidungen lieber dem Schicksal überlässt. Das laue Leben wählt, um sich das Herz nicht zu verbrennen. Obwohl sie sich gleichzeitig nichts sehnlicher wünscht, als die große Liebe zu erfahren und ihren Träumen zu folgen. Beides ist möglich, doch die Angst vor Nähe und Enttäuschung zu groß. Schließlich könnte das Glück an den Wänden der Realität zerschellen.

Darum beginnt Mag eine Beziehung mit Paul, dem besten Freund ihrer großen Liebe Niko, anstatt Niko tatsächlich eine Chance zu geben. Darum wählt sie einen Beruf, der ihr nichts bedeutet, anstatt sich mit ihrer Berufung zu beschäftigen. Darum sieht sie handlungsunfähig zu, als sich ihre beste Freundin Bianca vergeblich bis über beide Ohren in ihren Freund Paul verliebt. Und sieht weg, als ihre große Liebe Niko eine Beziehung mit Biancas jüngerer Schwester Lilly eingeht. Darum presst sie sich in eine gesellschaftliche Norm, bis sie sich selbst nicht wiedererkennt. Verbaut sich das Leben, das sie leben könnte. Bis es kein Zurück mehr gibt und das Leben sie an ihrem einunddreißigsten Geburtstag zwingt, hinzusehen.

Poetisch, spielerisch, humorvoll. Ein Leseerlebnis, das die düsteren Momente des Lebens mit vitalisierender Ironie tränkt.

Leseprobe

Jeder Mensch hat zwei Leben: das Leben, das er lebt und das Leben, von dem er träumt. Dabei wird Letzteres einem ja gerne zunichte gemacht. Und zwar bereits per profanster Realität wie dem nächtlichen Schnarchen des Bettnachbars. Warum müssen Männer eigentlich schnarchen? Warum können sie nicht geräuschlos Sauerstoff ein- und ausatmen, statt ihr Gaumensegel in orkanartigen Lautstärken flattern zu lassen? Und warum müssen Frauen darum nachts lärmbelästigt wach liegen und sich am nächsten Morgen die Augenringe wegschminken? Das kann doch nicht gesund sein. Weder für das Weibchen, noch für das Männlein – erst recht nicht für das Miteinander. Kein Wunder, dass das mit der Gleichstellung irgendwie nicht funktioniert. Die beginnt schließlich im Bett – und zwar ganz anders, als auf den ersten Blick vermutet. Neben mir schnarcht, in der gar nicht stillen Nacht, mein Lebensgefährte Paul. Er rodet sägend stündlich etwa zehn Quadratkilometer Urwald. Wenn er Bier zu dessen Rettung getrunken hat sogar noch mehr...
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Leserstimmen

"Die Autorin ist eine sehr gute Beobachterin und hat mit "Überschallflieger" treffend die Generation der in den 80er-Jahren Geborenen analysiert."

- Katharina Rottenbacher, Lektorin, Rowohlt Verlag

"Besonders hervorzuheben ist der Umgang der Autorin mit Sprache: Victoria Hohmann hat ein großes Schreibtalent und spielt häufig mit der Sprache. Sie hat ein gutes Händchen für Wortspiele und ungewöhnliche Formulierungen, sodass der Roman gleichzeitig humorvoll, aber auch nachdenklich ist."

- Katharina Rottenbacher, Lektorin, Rowohlt Verlag

"Sensibel und reflektiert, detailliert und bildlich geschrieben, hat das Buch für mich Persönlichkeiten gezeichnet, mit denen ich mich identifizieren kann, und Situationen beschrieben, in denen ich abgetaucht bin."

- Rezension auf neobooks.com

"Außerordentlich lesenswert und facettenreich. Die Generation um die 30 hat eine intensive, kluge und selbstkritische Abbildung erfahren."

- Rezension auf neobooks.com

"... sprachgewaltig, witzig, selbstironisch, emotional."

- Rezension auf neobooks.com

"Ein Buch für alle die in den 80ern geboren sind!"

- Rezension auf neobooks.com

"... es macht Spaß zu lesen, wie Menschen um die 30 Jahre ihr Leben gestalten."

- Rezension auf neobooks.com

Rezensionen

www.am-lesestrand.de

"Victoria Hohmann hat mich mir ihrem ersten Roman überzeugt und ich bin bereit jederzeit weitere Bücher von ihr zu lesen, alleine schon wegen ihrem schönem Schreibstil mit den vielen wunderbaren Zitaten. Dieses Buch kann ich jedem an´s Herz legen und vielleicht ganz besonders denen um die 30, plus Minus ein paar Jährchen, das tut dem Sich-Wiederfinden keinen Abbruch."

- Melanie Bublies, Bloggerin, am-lesestrand.de

www.amazon.de

"Hat man sich auf den Schreibstil eingelassen und gibt man dem Buch die nötige Aufmerksamkeit, befindet man sich in einer äußerst witzigen Lektüre, die mich immer wieder selbst in die Zeit von U30 und Ü30 zurückversetzt hat.
So philosophiert die Protagonistin Mag über eine unerreichbare "Große Liebe", über die verhaßte neue Freundin der "Großen Liebe" und über die Ungerechtigkeit der Lebensströmungen, die einen immer wieder auf Wellen davontragen und herumschleudern, ohne Schleudersitz und doppelten Boden."

- Testengel, Rezension auf amazon.de

Interviews

"Als ich das Angebot von „epubli“ sah, war sofort klar: Also, Selfpublishing. Ich hatte das für diesen Roman Mögliche in Sachen Veröffentlichung ja bereits probiert. Darum habe ich nicht lange gefackelt, schließlich hatte ich nichts zu verlieren. Da die Zielgruppe des Romans Leute um die 30 sind und ich zumindest in meinem Freundes- und Bekanntenkreis so gut wie keine E-Book-LeserInnen habe, benötigte ich also irgendwie eine gedruckte Version, um Leser zu gewinnen und Feedback zu erhalten. Mich für „epubli“ zu entscheiden, bedeutete ja in erster Linie auf unkomplizierte Weise an einen qualitativ hochwertige Druckversion meines Manuskripts inklusive ISBN zu kommen – es damit aus der Schublade herauszubringen und in den Buchhandel bzw. vom Desktop in Hände und Bücherregale – und sei es erst mal nur in bekannte. Weil für die Schublade schreiben, halte ich für schwachsinnig, wenn man mit seiner literarischen Arbeit vorankommen möchte."

- Auszug Interview 22. Juli 2015, dasdebuet.com

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